Hafen Wien: Satte Zugewinne auf allen Seiten

Nach wirtschaftlich herausfordernden Jahren legte der größte österreichische Donauhafen beim Umsatz, Gewinn und den Investitionen kräftig zu.

Der Hafen Wien, das über die Wien Holding GmbH im Eigentum der Stadt Wien stehende Unternehmen, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von 61,7 Millionen Euro ein Plus von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete Wirtschafts- und Finanzlandesrat Peter Hanke (SPÖ) am Feitag (21. Juni) bei der Bilanzpressekonferenz. „Unser Betriebsergebnis stieg gegenüber 2022 mit 8,7 Millionen Euro sogar um 40 Prozent.“ Auch die Investitionen lagen mit 15,3 Millionen Euro haben sich mehr als verdoppelt (Plus 155 Prozent). „Unter anderem ging eine vierte Photovoltaikanlage in Betrieb und für einen großen Lagerkunden wurden vier von geplanten sechs Leichtbauhallen bereits gebaut“, ergänzte die technische Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer.

Weitere Projekte sind die Teilverlandung des Hafenbeckens Freudenau, der Ankauf eines Objektes 1. Haidequerstraße/Haidestraße sowie die Errichtung von zwei Filmproduktionshallen. Zudem wurde im Jahr 2023 das Dach im Hafenquartier 7 (HQ7) erneuert, eine Wasserleitung in der Lobau gebaut, das Lager für einen Neukunden umgebaut und die IT modernisiert. Für die Hafenlogistik wurden drei große Dieselstapler und zwei Elektrohubwagen angeschafft.

Standbein Immobilien und Logistik
„Auch unsere externen Umsätze in der Sparte Immobilien und Lagerlogistik konnten mit 18,2 Millionen Euro um rund 21 Prozent gesteigert werden“, erklärte Fritz Lehr als kaufmännischer Geschäftsführer. Rund 200 Betriebe sind im Hafen Wien als Mieter aktiv, wodurch über 5000 Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Respektable Zuwächse weisen 2023 auch die Business-Units „Lagerlogistik“ mit 6,4 Millionen Euro (Plus 55 Prozent, Lagerflächenauslastung im Durchschnitt 95,5 Prozent) sowie „Massen & Schwergut“ mit einem wasserseitigen Umschlag von 977.200 Tonnen (Plus 37,1 Prozent) auf. Die Umsatzerlöse im Bereich Hafenbetrieb betrugen für das Jahr 2023 1,6 Millionen Euro (plus 18 Prozent).

Last-but not least trotzte das vom Tochterunternehmen WienCont betriebene Containerterminal mit einem Plus von 14,64 Prozent auf 19,4 Millionen Euro der hohen Volatilität, geringen Planbarkeit und (teilweise kriegsbedingten) Wirtschaftsflaute. „Viele Zugausfälle dämpften zudem die Produktivität“, betonte Pulker-Rohrhofer, „dennoch wurden knapp 470.000 Containereinheiten (TEU) im Vorjahr umgeschlagen.“

Quelle:
DVZ

Schreibe einen Kommentar